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27. März 2018

Infrastruktur muss angepasst werden

Mit neuen Systemen für weniger Unfälle von E-Bikes sorgen

Velounfälle nehmen stark zu. Verantwortlich dafür sind gemäss neuester Statistik die E-Bikes. Nun braucht es Anpassungen an Sicherheitsvorkehrungen, Strassen und Velowegen. «Politik und Sicherheitsverantwortliche müssen schnell reagieren auf die veränderte Mobilität», halten Experten fest.

Signaletik, Beleuchtung, Verkehrstechnik und Infrastruktur: Diese muss passgenau stimmen auf die Mobilität im Strassenverkehr. «Bei Veränderungen im Mobilitätsverhalten dürfen wir nicht lange warten, sondern müssen sofort reagieren», sagt Andreas von Euw von BURRI public elements, dem Schweizer Komplettanbieter für Einrichtungen für den öffentlichen Raum. Heute betrifft das die veränderte Mobilität durch Velofahrer. Das Verkehrsaufkommen mit dem Fahrrad nimmt zu. Und es wird schneller: E-Bikes fahren in höherem Tempo als herkömmliche Velos.

Die Infrastruktur ist dem noch nicht gewachsen. Unfälle mit E-Bikes haben sich im Fünfjahresdurchschnitt verdoppelt, wie die neuesten Zahlen zeigen. 334 Unfälle mit E-Bikes gab es gemäss der aktuellen Statistik des Kantons Zürich im Jahr 2018, von insgesamt 1353 Velounfällen (Vorjahr: 1267).

E-Bike-Boom: Infrastruktur muss angepasst werden

Die Zunahme hat neben dem erhöhten Verkehrsaufkommen durch Fahrräder zwei Ursachen: Mangelnde Fahrzeugbeherrschung der Velofahrer oder der anderen Verkehrsteilnehmer – und ungenügende Infrastruktur für den Velo- und E-Bike-Verkehr. In der Bahnhofunterführung in Zürich-Altstetten etwa musste ein grosses Leuchtplakat installiert werden: Velofahrer, welche die scharfe Rechtskurve unter den Schienen nicht kannten, waren mit hohem Tempo in die Wand gefahren.

«Es braucht Anpassungen an den Strassen und Velowegen», sagt Andreas von Euw von BURRI public elements. Der Strassenraum wird seit 1907 massgeblich durch das Familienunternehmen geprägt. Heute zählen neben den bewährten Beleuchtungs- oder Signalisationsinstallationen auch viele Innovationen für die Smart City zum Produktportfolio dazu.

Beleuchtungen, die auf das aktuelle Verkehrsaufkommen reagieren

Als Kompetenzzentrum entwickelt das Unternehmen etwa Strassenbeleuchtungen, die Lichtstärke und Lichtverteilung an den jeweiligen Verkehr bzw. die aktuellen Gegebenheiten auf Plätzen anpassen, Signaletikanlagen, die wissen, wenn sie in einer anderen Sprache mit den Passanten kommunizieren müssen oder Absperrpfosten, die sich melden, wenn sie angefahren werden.

«Bei der Herausforderung, Automobilfahrer, Motorradfahrer, herkömmliche Velofahrer und E-Biker sowie Fussgänger im Verkehr und im öffentlichen Raum möglichst gefahrlos zu vereinbaren, ist aber die intelligente Mischung zwischen der bewährten Infrastruktur und innovativen Systemen entscheidend», so der Experte. Denn in den meisten Fällen ist nicht die Hightech-Lösung die Lösung. Der Königsweg ist – wie so oft – das intelligente Verbinden der richtigen Massnahmen zu einer möglichst ganzheitlich nutzenbringenden Gesamtlösung.

Komplettanbieter für die Einrichtung im öffentlichen Raum der Schweiz

Bei der Entwicklung ihrer Public Elements arbeitet BURRI mit Architekten, Designern und Forschern zusammen. Ihre Produkte werden in der Schweiz, in Glattbrugg bei Zürich, hergestellt. Die Firma hat sich über fünf Generationen zum Komplettanbieter für die hochwertige Einrichtung öffentlicher Räume entwickelt. Bekannt ist das Unternehmen unter anderem als Totalunternehmer Haltestelleninfrastruktur sowohl für die Glatttalbahn als auch für die Limmattalbahn. Stadtmobiliar, ÖV- und Verkehrstechnik, Strassen- und Platzbeleuchtung, Info- und Werbetechnik, Wegleitung und Signaletik, aber auch Sicherheitselemente wie Absperrpfosten: Vieles, was die Bewohnerinnen und Bewohner hierzulande täglich nutzen, stammt aus der Werkstatt des Unternehmens.

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