An der Limmatpromenade in Ennetbaden treffen unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander: Fussgängerinnen und Fussgänger, Velofahrende, ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität nutzen denselben öffentlichen Raum. Friktionen, wilde Parkierung und starke Hitzeentwicklung im Sommer machten deutlich, dass es neue Lösungen braucht.
Die Gemeinde Ennetbaden setzte deshalb auf ein Konzept der Daniel Hunziker Design Identity AG, das Fuss- und Veloverkehr nicht durch harte Barrieren, sondern durch eine klar lesbare Gestaltung räumlich voneinander trennt.
Eine 16 Meter lange Pergola mit Weinreben schafft entlang der Limmat einen geschützten und angenehm beschatteten Bereich für Fussgängerinnen und Fussgänger. Vier frei platzierte Sitzinseln aus Douglasienholz mit gelben Tischchen strukturieren den Raum zusätzlich. Gleichzeitig verlangsamen sie den Veloverkehr und schaffen sogenannte «Safespots» – Bereiche, die Orientierung geben und Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen mehr Sicherheit und Raum bieten.
Das Projekt zeigt eindrücklich, wie Gestaltung Verkehrsführung unterstützen kann: Nicht indem der öffentliche Raum mit Regeln überladen wird, sondern indem seine Struktur intuitiv verständlich wird. Wenn Wege, Aufenthaltsbereiche und Bewegungsräume klar lesbar sind, entsteht ein Raum, der sich weitgehend selbst erklärt.
Der Ansatz wird zunächst bis Ende 2027 erprobt. Die dabei gewonnenen Erfahrungen bilden die Grundlage für die Entscheidung über die definitive Ausgestaltung der gesamten Limmatpromenade.
Ein spannendes Beispiel dafür, wie gute Gestaltung nicht nur Räume schöner macht, sondern auch dazu beitragen kann, sie sicherer, inklusiver und funktionaler zu gestalten.
Ihr Ansprechpartner
Joseph Wild
Projektleitung, Kundenbetreuung
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