Bänke zur Schweizer Geschichte

Erweiterungsbau Landesmuseum Zürich

Nach rund fünfzehnjähriger Planungs- und Bauzeit erhielt das etwas überholt wirkende Landesmuseum endlich eine Erneuerungskur.

Es entstanden viel Platz für neue Ausstellungen, ein neuer grosszügiger Eingangsbereich inklusive Museumsshop und Restaurationsbetrieb und zusätzlich für Forschung und Studium eine Bibliothek, ein Auditorium und ein neues Studienzentrum. Für den Eingangsbereich des Erweiterungsbaus des Landesmuseum konnten Bogenbänke parallel zur geschwungenen Linie der Bauminseln realisiert werden.

Die gute planerische Vorarbeit von Vogt Lanschaftsarchitekten ermöglichte eine saubere Projektierung und Planung der Bogenbänke. Durch die Aufnahme des Terrains mit einem 3D-Laser konnten die Daten für die Konstruktionsplanung aufgenommen werden und die komplexen Aneinanderreihung der Bögen und Scheitelpunkte perfekt geplant werden. In zwei Tagen wurden in der Woche vor der Eröffnung rund 60 Laufmeter der Bogenbank eingemessen und montiert. Dies wurde durch eine vollständige Vorfertigung der Bankelemente ermöglicht.

Die dampfgebogenen Lärchenlatten bleiben durch das Dampfbiegeverfahren formstabil mit vollem Holzquerschnitt, ohne Verleimungen. Zusätzlich wurde die Oberfläche des Lärchenholzes mit einem pigmentierten Öl veredelt. Das Öl hilft dem Naturholz gegen übermässigen Feuchteeintrag bei Regen und zögert das natürliche Vergrauen des Holzes hinaus. Die Ölbehandlung kann jährlich in einfachen Arbeitsgängen und ohne zeitintensive Schleifarbeiten aufgefrischt werden.